Unternehmen, die die besten Talente für sich gewinnen möchten, müssen sich attraktiv positionieren, die Zielgruppen dort finden, wo sie sich aufhalten und die passenden Kandidat*innen gezielt identifizieren und ansprechen. Kurz gesagt: Sie brauchen ein erfolgreiches Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting.
Im Folgenden wollen wir jeden dieser Bereiche genauer unter die Lupe nehmen und schauen, was es mit jedem einzelnen auf sich hat – und warum es wichtig ist, dass sie optimal zusammenarbeiten.
Beginnen wir mit dem Recruiting.
Was ist Recruiting?
Recruiting ist der Prozess der Identifikation, Ansprache und Auswahl geeigneter Kandidat*innen für offene Positionen in einem Unternehmen. In Zeiten des Fachkräftemangels und dynamischer Arbeitsmärkte ist ein durchdachtes Recruiting unverzichtbar, um die passenden Talente für sich zu gewinnen und langfristig zu binden.
Ziel des Recruitings ist es, qualifizierte Kandidat*innen zu gewinnen, die nicht nur die fachlichen Anforderungen erfüllen, sondern auch zur Unternehmenskultur passen. Ein professionelles Vorgehen erfordert Planung, Unternehmens- und Zielgruppenverständnis sowie die richtige Ansprache, weshalb das Recruiting idealerweise an ausgewiesene Recruiting-Agenturen ausgelagert wird.
Zu den Teilbereichen des professionellen Recruitings zählen:
Executive Search: Dieser Bereich zielt auf die Rekrutierung von Führungskräften und Spezialisten ab. Es handelt sich um einen proaktiven Ansatz, bei dem potenzielle Kandidat*innen meist durch externe spezialisierte Dienstleister wie Dr. Schmidt & Partner Personalwerbung direkt angesprochen werden.
Active Sourcing: Hierbei wird gezielt in Netzwerken wie LinkedIn oder Xing nach geeigneten Kandidat*innen gesucht. Active Sourcing setzt auf persönliche Ansprache und langfristigen Beziehungsaufbau zu Talenten.
Campus Recruiting: Diese Methode richtet sich speziell an Studierende und Absolvent*innen, zum Beispiel in Form von Karrieremessen, Workshops oder Praktikumsangeboten.
Interne Personalbeschaffung: Die Suche nach geeigneten Kandidat*innen innerhalb des eigenen Unternehmens ist eine kostengünstige und effiziente Lösung, um Positionen zu besetzen. Sie stärkt die Mitarbeitendenbindung und Karriereentwicklung.
Zum professionellen Recruiting zählen unter anderem:
Bedarfsanalyse: Vor der Rekrutierung wird der Personalbedarf analysiert: Welche Position soll besetzt werden und welche Kompetenzen sind erforderlich? Dazu gehört auch eine detaillierte Erstellung des Stellenprofils.
Zielgruppenkampagnen: Unterschiedliche Zielgruppen erfordern unterschiedliche Ansätze. Beispielsweise sind die Ansprache junger Talente, Fachkräfte oder Führungskräfte (Executive Search) jeweils unterschiedlich zu gestalten. Wichtig sind daher Kampagnen, die dort wirken, wo sich die passenden Kandidat*innen aufhalten.
Social Media Recruiting: Recruiting in sozialen Medien und Online-Netzwerken zeichnet sich durch Kosteneffizienz, Treffsicherheit und geringe Streuverluste aus. Durch intelligentes Targeting lassen sich beispielsweise gezielt Kandidat*innen aus einer bestimmten Region, mit passendem fachlichen Hintergrund und sogar mit hoher Wechselbereitschaft ansprechen.
Suchmaschinenmarketing: Wer einen neuen Job sucht, tut das häufig direkt über Suchmaschinen wie Google. Durch eine passende Verschlagwortung und die zusätzliche Nutzung von Google Ads erhöht sich der Erfolg einer Ausschreibung ganz erheblich.
Moderne Sourcing-Strategien: Neben klassischen Stellenanzeigen sind innovative Ansätze wie Social Recruiting, Videointerviews und Job-Matching-Plattformen wichtig. Besonders in Fachkräftemärkten gewinnt die aktive Ansprache (Active Sourcing) an Bedeutung.
Effiziente Auswahlverfahren: Diese reichen von Screenings und Assessments bis zu spezifischen Interviewtechniken. Objektive Kriterien und klare Feedbackprozesse sind hier unerlässlich.
Candidate Experience: Die Erfahrung, die Bewerber*innen während des gesamten Recruiting-Prozesses machen, ist entscheidend für die Arbeitgebermarke. Transparente Kommunikation, Wertschätzung und schnelle Rückmeldungen sind hier zentral.
Integration und Onboarding: Professionelles Recruiting endet nicht mit der Vertragsunterzeichnung. Ein strukturiertes Onboarding ist entscheidend, um neue Mitarbeitende erfolgreich in die Organisation einzubinden.
Kurzum: Ziel jedes Recruitings ist es, die richtigen Mitarbeitenden zu finden, die für das Unternehmen strategisch entscheidend sind.
Was ist Personalmarketing?
Personalmarketing umfasst alle Maßnahmen, die ein Unternehmen ergreift, um potenzielle Bewerber*innen von sich zu überzeugen. Es richtet sich an zuvor genau ausgewählte Zielgruppen und sorgt dafür, dass das Unternehmen für diese als attraktiver Arbeitgeber sichtbar wird und bestenfalls zur Bewerbung motiviert.
Professionelles Personalmarketing umfasst unter anderem:
Das Stellenanzeigendesign: Auch bei Stellenanzeigen gilt: Der erste Eindruck zählt! Dieser kann schon darüber entscheiden, ob Absender*innen als interessant eingestuft werden. Es geht somit um attraktive Stellenanzeigenauftritte, die den Zielgruppen im Gedächtnis bleiben.
Das strategische Stellenanzeigenmanagement inklusive Auswahl der vielversprechendsten Kanäle: Dieses sorgt für effektive Auftritte und den effizienten Einsatz des Budgets. Läuft diese Aufgabe über eine Agentur, können durch besondere Agenturkonditionen meist sogar günstigere Preise als beim Direktkauf angeboten werden.
Social-Media-Marketing und -Recruiting: Um die anvisierten Zielgruppen genau dort zu erreichen, wo sie sich aufhalten, spielen heutzutage auch maßgeschneiderte Auftritte auf Instagram, TikTok & Co eine Rolle.
Marketing für Azubis und andere Young Talents: Aufgrund des demografischen Wandels, zunehmender Akademisierung und nachlassenden Interesses an vielen Berufen wird es dort immer schwieriger, passenden Nachwuchs zu finden. Gutes Nachwuchsmarketing kann hier einen Wettbewerbsvorteil schaffen: mit den richtigen Botschaften auf den richtigen Kanälen.
Gezielte Zielgruppenkampagnen: Wichtig ist der genaue Blick auf die jeweilige Zielgruppe, deren regionale Gegebenheiten und die Wettbewerbssituation für die Ausarbeitung einer zielgruppengerechten Kanalstrategie.
Kurzum: Ziel jedes Personalmarketings ist es, potenzielle Kandidat*innen zu erreichen und Interesse an einem Arbeitsplatz im Unternehmen zu wecken.

Was ist Employer Branding?
Employer Branding zielt darauf ab, das Unternehmen langfristig als attraktiven Arbeitgeber in den Köpfen der Zielgruppen zu verankern. Dabei geht es um eine konsistente Darstellung der Unternehmenskultur, der Werte und der Vorteile, die ein Arbeitgeber bietet. Die Employer Brand sollte sowohl extern wie intern Wirkung zeigen und dadurch auch die Mitarbeitendenbindung und ‑zufriedenheit fördern.
Ein erfolgreiches Employer Branding braucht unter anderem:
Eine überzeugende Basis: Eine attraktive Arbeitgebermarke und Employer Value Proposition (EVP) erleichtern es deutlich, neue Mitarbeitende zu finden und bestehende Beschäftigte an sich zu binden. Dabei kommt es darauf an, eine authentisches und attraktives Images als „Employer of Choice“ aufzubauen. Wichtig ist in jedem Fall, dass sich das nach außen hin Präsentierte mit der gelebten Praxis im Unternehmen deckt.
Eine starke Karrierewebsite: Sie ist das Aushängeschild der Arbeitgeber und wichtige Informationsquelle für potenzielle neue Mitarbeitende. Gibt es keine Karrierewebsite oder ist diese auf inhaltlicher oder technischer Ebene wenig ansprechend, gehen wertvolle Kontakte verloren. Überzeugen hingegen Design und Content, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Kontaktaufnahme.
Präsenz auf Arbeitgeberplattformen: Was (ehemalige) Mitarbeitende und Bewerber*innen auf Arbeitgeberbewertungsplattformen über Unternehmen schreiben, ist von genauso hoher Relevanz wie die Art und Weise, wie das Unternehmen darauf reagiert. Daher kommt es auf Arbeitgeberplattformen nicht nur auf ein überzeugendes Profil an, sondern ebenso auf eine überzeugende Unternehmenskommunikation, insbesondere bei kritischen Themen.
Arbeitgeberbroschüren in Print und/oder digital: (Digitale) Arbeitgeberbroschüren und Flyer eignen sich bestens, um wichtige Informationen zum Unternehmen ansprechend und übersichtlich zu vermitteln. Sie sind beispielsweise auf Messen und überall dort, wo das Unternehmen in Präsenz auftritt, von großer Bedeutung.
Benefits: Hier sollte man in regelmäßigen Abständen überlegen, was geschätzt und weniger geschätzt wird und ob es Möglichkeiten gibt, zusätzliche Angebote zu unterbreiten.
Und nicht zu vergessen – die Kommunikation mit den bestehenden Mitarbeitenden: Auch sie sind Zielgruppe jeder Employer-Branding-Maßnahme. Das reicht von Intranet-Beiträgen über Onboarding-Broschüren bis hin zum Intro eines Mitarbeitende-werben-Mitarbeitende-Programms.
Kurzum: Ziel jedes Employer Brandings ist es, eine starke und glaubwürdige Arbeitgebermarke zu etablieren, die das Unternehmen als „Employer of Choice“ positioniert.
Recruiting, Personalmarketing, Employer Branding: das Dreamteam jeder Personalstrategie
Schaut man sich die drei oben genannten Bausteine im Kontext an, wird deutlich: Besonders effektiv wird es, wenn sich die jeweiligen Stärken ergänzen.
- Employer Branding legt das Fundament, indem es das Unternehmen authentisch und ansprechend als attraktiven Arbeitgeber positioniert und eine glaubwürdige Arbeitgebermarke etabliert, die Vertrauen schafft, Talente anzieht und bestehende Mitarbeitende in der Wahl ihres Unternehmens bestätigt.
- Personalmarketing nutzt diese Marke sowie die konkreten Angebote und verbreitet sie gezielt in relevanten Kanälen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und potenzielle Kandidat*innen auf das Unternehmen und konkrete Vakanzen aufmerksam zu machen.
- Diese Sichtbarkeit und das positive Image dienen wiederum der Arbeit im Recruiting, denn im Idealfall ist das suchende Unternehmen den gesuchten Kandidat*innen bereits bestens bekannt.
Auf diese Weise wird aus den drei Bereichen ein ineinandergreifendes System, das sich wechselseitig ergänzt und optimiert. So können beispielsweise Erfahrungen aus Bewerbungsprozessen dazu beitragen, die Employer-Branding-Strategie weiterzuentwickeln und zu optimieren. Klickzahlen, Verweildauer oder Conversion Rates wiederum geben Aufschluss darüber, ob die Werte der Employer Brand auf den entsprechenden Kanälen ankommen. Und während Recruiting und Personalmarketing kurzfristige Erfolge wie Bewerbungseingänge und Einstellungen generieren, sorgt ein starkes Employer Branding für eine nachhaltige Positionierung am Markt.
Fazit
Recruiting, Personalmarketing und Employer Branding sind relevante Größen der Personalstrategie und wirken am besten, wenn sie aufeinander abgestimmt sind. Employer Branding schafft die Basis des „Warum“ und „Wer“, Personalmarketing verbreitet die Botschaft und erhöht die Sichtbarkeit, und das Recruiting stellt sicher, dass die besten Talente gezielt und erfolgreich angesprochen werden. Gemeinsam helfen sie Unternehmen dabei, sich im Wettbewerb als attraktiver und somit zukunftsfähiger Arbeitgeber zu positionieren.
Und genau das ist der Grund, warum wir jeden Bereich sowohl einzeln als auch komplett aus einer Hand anbieten!